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Aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 24.03.2014

,,Der Mensch im Künstler wird sichtbar“

von Juan Martin Koch
…,,Mit Musik aus Nord- und Südamerika verwandelt das Orchester am Singrün das Audimax in ein Tollhaus. Im Auge des Orkans: Anastasia Zorina am Flügel. Den zwischen romantischem Überschwang und frühem Pianoswing changierenden Tonfall des Soloparts in George Gershwins ,,Rhapsody in Blue“ trifft sie genau. Mit feinem Gefühl für die mal abrupt wechselnden, dann wieder ineinander verschwimmenden Stilsphären löst sie als quasi improvisierende Solistin die Orchesterepisoden aus, in denen die ,,Roaring Twenties“, die tosenden 1920er-Jahre, vorbeirauschen. ..,,Klavierabend im Pianohaus Metz, das bis auf den letzen Platz gefüllt ist. Das anspruchsvolle Programm  von Bach über Mozart und Beethoven bis zu Albeniz, Bartók und Ligeti …“,, Damit nicht genug: Erstmals wagt sie auch ein Gesprächskonzert. ,,Wie vermittelt man eigentlich seine Musik an das Publikum?“ Diese Frage, erzählt die Pianistin nach ihrem beeindruckenden Auftritt, beschäftige sie schon lange. Bei Konzerten anderer Musiker hat sie diese zusätzliche Kommunikationsebene als sehr bereihenrd empfunden und will dies nun auch für sich ausprobieren: ,, Ich will etwas von mir und meinem Wissen über die Stücke preisgeben, auch der Mensch im Künstler soll sichtbar werden“.

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aus der MZ Vilstal vom 21. Februar 2011

Anastasia Zorina verzaubert am Klavier

von ajp
,,Mit Anastasia Zorina gab hier eine äußerst begabte, junge Pianistin ihre musikalische Visitenkarte in der Lauterachtalgemeinde ab: Mit makelloser Technik machte sie ihr großes musikalisches Talent und auch ihr Entwicklungspotenzial deutlich“. Mit Wolfgang Amadeus Mozart, Frederic Chopin und Franz Liszt fiel die Wahl der Künstlerin auf drei Komponisten und auf deren anspruchsvolle Werke, die von der 21-jähreigen alles forderten. Mit großer pianistischen Fingerfertigkeit gestaltete sie den Vortrag sehr differenziert und stringent. Ihre Tempi entsprachen sämtlichen Kaskaden der brillanten Tonsetzung dieser großen Meister-in ihrer Leichtigkeit (Mozart), aber auch in der Verhangenheit Chopins sowie der Virtuosität Franz Liszts. Großen Anteil daran hatte auch der her hervorragend intonierte Flügel im Hammerschloss, der es ihr erlaubte, sowohl ausgewogen in den Tiefen als auch kraftvoll leuchtend in den Höhen zu musizierten. Anastasia Zorina wurde den sehr hohen Erwartungen an eine preisgekrönte Musikerin absolut gerecht-expressiv in der Interpretation, die Zuhörer in eine träumerische Welt entführend. Ein vollkommener Genuss; man wünscht sich mehr davon’.

MZ vom 08.06.2009

Musikalisch intelligent, elegant und energiegeladen

von Gerhard Heldt
,,Beethovens ,,Sonate quasi una fantasia“ Es-Dur op. 27,1 ist die eher unbekannte Schwester der ,,Mondscheinsonate“ cis-Moll op. 27,2. Anastasia Zorina traf die leichten, poetisch schwebenden Klänge des langsamen ersten Teil des Kopfsatzes ebenso wie die stürmisch aufbrausenden des Mittelteils. Die dynamischen Kontraste des zweiten Satzes (Allegro molto vivace) meisterte sie mit ausdifferenzierter Anschlagskunst, im Adagio con espressione sang sie die liedhafte Melodik eindringlich, formte Verdichtungen konzentriert und arbeitet e im finalen Allegro vivace souverän auf den Ruhepunktvor (Wiederaufnahme des Adagio) vor dem Schluss-Presto hin. Wer die 12 ,,Etudes“ op. 10 von Frédéric Chopin musikalisch wie technisch derart mitreißend spielt wie die junge Solistin, muss zum engeren Kreis ausgezeichneter Pianisten gezählt werden. Was sie an atemberaubender Virtuosität und hoch entwickeltem Klangsinn einzubringen weiß, übertrifft alle Erwartungen. Technisch sind ich keine Grenzen gesetzt, und musikalisch ist sie ausgereift…“

,,Edvard Grieg schrieb seine ,,Ballade in Form von Variationen über ein norwegisches Volkslied“ op. 24 als Reaktion auf den Tod der Eltern 1875. Sie fordert vom Interpreten, über der Gestaltung der verhangen melancholischen Grundstimmung es Themas und den Anforderungen an seine Virtuosität die Großform nicht zu vernachlässigen, was Anastasia Zorina vorzüglich gelang. Den massiv getürmten atonalen Klangmassen der ,,Ciaccone“ von Sofia Gubaidulina begegnete sie mit lässiger Nonchalance. Mit Martellato-Forteschlägen und hingetupften Pianissimi gestaltet die Komponistin die barocke Form sehr frei-die Wiedergabe zeigte, dass der jungen Interpretin auch diese Musik bestens liegt…“

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 aus MZ vom 25.02.2013

Dramatisch, mitreißend und schön

von Gerhard Heldt
,,Mozarts Klavierkonzert KV 414 in A-Dur bildete zum Auftaktwerk den denkbar schärfsten Kontrast. Denn hier dominierten im bläserlosen Orchestersatz wie im virtuosen Solopart harmonisches Gleichgewicht im Einklang mit traumschönen Melodien. Anastasia Zorina(,,…“) war die überragende Interpretin mit sicherem Gespür für den richtigen Mozartton. Die drei sehr geglückten Kadenzen hatte sie sich, wie es alter Brauch war, unter Benutzung melodischer und harmonischer Wendungen der jeweiligen Sätze selbst geschrieben. Mozarts Klavierkonzert war, was Komposition und Interpretation angeht, der Höhepunkt des Abends“.

MZ vom 12.11.2012

Spiel mit Passion und Phantasie

von Gerhard Heldt
,,Die erste Hürde hatte sich Anastasia Zorina mit den vier Balladen von Frederic Chopin gestellt. Die Schwierigkeit dabei ist, die Entwicklung Chopins zwischen 1831 und 1845 in den stilistisch unterschiedlichen Balladen in ihrer eigenen Erzählhaltung wiederzugeben. Sie schaffte das, indem sie die heterogenen Teile der einzelnen Werke jeweils klug zusammenfasste, die Kontraste weniger als Brüche, sondern als Pole innerhalb einer übergreifenden Einheit interpretierte“… ,,Das Instrument ordnete sich ihren Intentionen unter, ließ die Bässe kraftvoll hören, Mittellage und Diskant intensiv klingend. In allen viel Werken gelang es Anastasia Zorina, die Erzählhaltungen des Komponisten, die nicht auf literarischen Vorlagen beruhen, nachzuempfinden“…Dabei reichte ihr dynamisches Spektrum in ausgewogener Balance on überaus leicht angeschlagenem, fast introvertiertem Pianissimo bis in machtvolle Fortissimo-Regionen. Nach der Pause stürzte sie sich vehement in die Klangwelt des um seine Clara kämpfenden Robert Schumann, manifestiert im ersten Satz seiner Fantasie C-Dur op. 17 ,,Durchaus phantastisch und leidenschaftlich vorzutragen“. In Schumans orchestral raumgreifendem Klaviersatz gelang es ihr, Leidenschaft mit Phantasie zu verbinden, diese,, tiefe Klage um Clara“, wie Schuman sagte, nachzuempfinden.“

MZ vom 21.09.2009

,,Pianistin mit großer Zukunft“ 

von Gerhard Heldt
,,Das Feld kompetenter Chopin-Interpreten ist eigentlich bestens bestellt. Wer sich hier hervortun will, muss mit technisch wie musikalisch außergewöhnlich packenden Interpretationen aufhorchen lassen, wie die aus Russland stammende, seit langem in Regensburg lebende Pianistin Anastasia Zorina…“,,Allein die physische Bewältigung der beiden Etüdenzyklen op. 10 und op. 25, zweier Balladen und der 2. Klaviersonate (mit dem Trauermarsch) verdient Respekt. Anastasia Zorina ist diesbezüglich in Hochform. Ihr Anschlag ist kraftvoll von erste Ton der C-Dur -Etüde op. 10,1 bis zum letzten, leise verklingenden Akkord der F-Dur Ballade Nr. 2 op. 38“….,, Anastasia Zorina hat eigentlich alles, was eine junge, aufstrebende Pianistin braucht: eine verblüffende Technik und vor allem eine ausdifferenzierte Anschlagskunst, die es ihr erlaubt, sowohl machtvoll aufzutrumpfen, als auch innig auf ihrem Instrument zu singen. Die Leichtigkeit, mit der ihr raumgreifende Arpeggien in geschmeidiger klanglicher Brillanz gelingen, vierfache Oktaven in pulsierendem Fluss dahingleiten, das exorbitant schwierige Kompendium technischer Raffinessen der Etüden op. 10 und op. 25 wie selbstverständlich vorgestellt wird, die gehaltlichen Tiefen der 2. Klaviersonate ausgelotet werden…“

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